Die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung ist eine 1963 gegründete gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung von Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Sie gilt als die bedeutendste private Fördereinrichtung auf dem Gebiet der Physik in Deutschland.
Der durch die Verfassung definierte Zweck der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung ist die Förderung der Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften durch unmittelbare und mittelbare Aktivitäten.
Traditionellerweise und inhaltlich begründet durch eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ist die Stiftung überwiegend im Bereich der Physik tätig.
Verwirklicht wird der Stiftungszweck durch
Förderung des wissenschaftlichen Gedankenaustauschs
Förderung begabter Studierender
Förderung der Weiterentwicklung von Lehre und Ausbildung
Zuwendungen an Institutionen, die der Forschung und Lehre dienen
Einzelvorhaben, die der Grundlagenforschung und der Verbreitung ihrer Erkenntnisse dienen.
Die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung hat keine Möglichkeit, außerhalb ihrer Förderprogramme ad hoc finanzielle Zuschüsse zu gewähren, Stipendien zu vergeben oder Einzelprojekte zu fördern.
Die Organisation von ein- oder mehrwöchigen internationalen Sommerschulen über aktuelle Forschungsthemen ist ein weiteres herausragendes Förderprogramm der Stiftung. Behandelt werden junge Forschungsgebiete, zu denen es noch keine Lehrbücher gibt. Die Schulen richten sich in erster Linie an Studierende und jüngere Wissenschaftler. Daher wird bei der Auswahl der Referenten besonderer Wert auf didaktische Qualität gelegt. Seit 1989 fanden über 100 Sommerschulen mit insgesamt ca. 5000 Teilnehmern statt.
Nationale WE-Heraeus-Sommerschulen als Ergänzung zum Vorlesungsangebot an Universitäten finden regelmäßig im Physikzentrum Bad Honnef und an den Universitäten statt. Von 1992 bis 2004 bot ein spezieller Schultyp, die „Ferienkurse für Physik“, Studierenden Gelegenheit, sich an Universitäten in den neuen Bundesländern mit attraktiven Forschungsthemen vertraut zu machen. Insgesamt fanden 54 „Ferienkurse“ mit über 2500 Teilnehmern statt. Seit 2000 organisiert die Stiftung jährlich zusätzlich die angesehene „International Wittenberg Summer School“ in der Lutherstadt Wittenberg
Initiating and funding summer schools on emerging fields in physics not yet covered in textbooks is another major activity of the Foundation. The schools mainly address advanced diploma students, PhD-students and postdocs. Emphasis is put on both careful selection of subjects and first-rate teaching. Since 1989 more than 100 summer schools have been carried out (ca. 5.000 participants). Ca. 50 schools thereof were organized in close cooperation with DPG.
Aditionally, from 1992 to 2004 the Foundation carried out 54 national summer schools in East Germany. They were intended to enforce communication among students and lecturers from the western and eastern parts of Germany. In 2004 this funding program was turned into a nation-wide activity now open to all physics faculties. In 2000 the Foundation’s summer school activity was extended to include international audiences. Since then “International Wittenberg Summer Schools” (named so as they take place at Wittenberg, hometown of Martin Luther) have been carried out every year. Topical subjects from condensed matter physics and quantum optics have been covered so far.DPG.
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