• Die 1963 gegründete Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung ist eine private Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung der Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

  • Seminar im „WE-Heraeus-Hörsaal“ des Physikzentrums Bad Honnef. Die Reihe „WE-Heraeus-Seminare“ ist das Flaggschiff im Förderprogramm der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.

  • Die Stiftung fördert Lehrerfortbildungen zur Teilchenphysik, Quantenphysik oder Astronomie, die z.B. am XLAB in Göttingen durchgeführt werden.

  • Schüler-Observatorium auf dem Dach eines Gymnasiums: An 6 identischen Teleskopen kann eine komplette Klasse Sterne und die Sonne beobachten. Ein Beitrag der Stiftung zum modernen Physikunterricht.

  • Die Stiftung initiiert und finanziert Buchproduktionen zur Verbreitung von Faktenwissen über gesellschaftlich bedeutende Themen (für SchülerInnen) sowie zur Ausbildung von LehrerInnen.

Kooperationen von Schulen und Hochschulen

 

Die Stiftung unterstützt die lokale Zusammenarbeit von Lehrkräften sowie Kooperationen mit benachbarten Universitäten.

 

Schülerlabore im Raum Heidelberg

Angeregt und maßgeblich vorangetrieben von Prof. Franz Eisele, WE-Heraeus-Seniorprofessor 2008 – 2011, richtet die Fakultät für Physik der Universität Heidelberg an einigen Gymnasien in Heidelberg und Umgebung „Schülerlabore“ ein. Dabei handelt es sich um anspruchsvolle Versuche, an denen Schüler und Schülerinnen exemplarisch forschen können, z.B. über die Großthemen „Optik“ und „Umweltphysik“. Die Experimente werden von der Fakultät für Physik in enger Zusammenarbeit mit Physiklehrern entwickelt und an den jeweiligen Schulen der beteiligten Lehrer auf Unterrichtstauglichkeit geprüft. Die Fördermittel der Stiftung werden ausschließlich zur Beschaffung von Geräten verwendet. Wenn Geräte am Physikalischen Institut verfügbar waren, wurden diese für die Testaufbauten verwendet. Notwendige Herstellungsarbeiten wurden kostenlos von der elektronischen und mechanischen Werkstatt des Physikalischen Instituts ausgeführt.

 

Kooperationsinitiative Frankfurt am Main

Schon seit dem Jahr 2000 unterstützt die Stiftung eine Initiative Frankfurter Physiker mit dem Ziel, Gymnasien aus Frankfurt und Umgebung in die Lage zu versetzen, attraktiven Physikunterricht anzubieten. Daran beteiligen sich Lehrer und Lehrerinnen aus über 30 Schulen aus dem Raum Frankfurt. Jährlich finden zwei Kooperationstreffen statt, auf denen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Neben Studienberatung, Vorlesungs- und Praktikumsbesuchen, Besichtigungen ausgewählter Forschungslabors, Berufspraktika usw., bietet der Fachbereich Physik auch ein Geräte-Reparaturprogramm an.

 

Netzwerk Biophysik (Unterfranken)

Seit 2012 finanziert die Stiftung die Aktivitäten des M!ND-Centers der Universität Würzburg zur Etablierung der „Lehrplanalternative Biophysik“ an bayerischen Gymnasien unter dem Namen „Netzwerk Biophysik“. In mehreren Treffen mit den initiativ am Netzwerk Biophysik beteiligten Lehrkräften aus drei unterfränkischen Gymnasien (Würzburg, Schweinfurt, Hösbach) wurde die Ausstattung von Experimentierboxen zur Biophysik festgelegt. Aus Mitteln der Stiftung wurden Komponenten angeschafft, die maximale Einsetzbarkeit an den Schulen garantieren und darüber hinaus einen Vergleich zwischen den drei bekanntesten Herstellern möglich machen. Wegen des bisher nicht vorhandenen Schulbuchs und der fehlenden Praxiserfahrung der Lehrkräfte an den Schulen mit der Lehrplanalternative existiert noch keine kanonische Auswahl an Experimenten für den Unterricht. Diese musste erst erarbeitet werden, indem sich alle Lehrkräfte aus dem Netzwerk als Mitautoren bzw. Mitherausgeber des ersten Schulbuchs zur Biophysik engagierten (Erscheinungstermin September 2013).