• Die 1963 gegründete Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung ist eine private Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung der Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

  • Seminar im „WE-Heraeus-Hörsaal“ des Physikzentrums Bad Honnef. Die Reihe „WE-Heraeus-Seminare“ ist das Flaggschiff im Förderprogramm der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.

  • Die Stiftung fördert Lehrerfortbildungen zur Teilchenphysik, Quantenphysik oder Astronomie, die z.B. am XLAB in Göttingen durchgeführt werden.

  • Schüler-Observatorium auf dem Dach eines Gymnasiums: An 6 identischen Teleskopen kann eine komplette Klasse Sterne und die Sonne beobachten. Ein Beitrag der Stiftung zum modernen Physikunterricht.

  • Die Stiftung initiiert und finanziert Buchproduktionen zur Verbreitung von Faktenwissen über gesellschaftlich bedeutende Themen (für SchülerInnen) sowie zur Ausbildung von LehrerInnen.

International WE-Heraeus Physics School

Exciting nanostructures: Probing and tuning the electronic properties of confined systems

Vom 17. bis 21. Juli fanden sich circa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 19 verschiedenen Ländern im Physikzentrum Bad Honnef ein, um über die neuesten Entwicklungen in den Nanowissenschaften zu diskutieren. Die Nanowissenschaften haben sich als eine der Schlüsseltechnologien herausgestellt, um die Entwicklung der Gesellschaft stetig voranzutreiben. Dabei ist es entscheidend, die Rechenleistung von Prozessoren weiter zu steigern, auf die Nachfrage an alternativen Energiequellen zu reagieren, die Empfindlichkeit von sensorischen Anwendungen zu steigern und neue Bauelemente für zukünftige optische und elektrische Anwendung kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Diese Themenkomplexe bildeten die Grundlage der Vorträge und der Posterpräsentationen.

 

Die 16 Vorträge der zehn Referenten waren so konzipiert, dass eine gute Diskussionsgrundlage aus unterschiedlichsten Gesichtspunkten vorlag. Neben Vorträgen, die die Grundlagen der physikalischen Eigenschaften von Nanokristallen unterschiedlichster Materialien und deren Synthese zum Thema hatten, wurde auch über das Potenzial unterschiedlicher optischer sowie elektrochemischer Charakterisierungsmethoden diskutiert. Die Einsatzmöglichkeiten von Nanopartikeln in der Energiekonversion, in elektrischen und optoelektronischen Bauelementen bis hin zur wirtschaftlichen Anwendung in modernen Fernsehern zeigten die zunehmenden Anwendungsgebiete der Nanotechnologie im Alltag auf. Die theoretischen Vorträge rundeten das Programm der eingeladenen Referenten ab und trugen zusammen mit den beiden Postersitzungen zum Erfolg der Physikschule bei. Die Evaluation ergab eine durchweg positive Rückmeldung der Teilnehmer in Bezug auf das Physikzentrum als Veranstaltungsort und die International WE-Heraeus Physics School als Ganzes.

 

Wir bedanken uns herzlich bei der Wilhelm und Else-Heraeus-Stiftung für die großzügige Unterstützung.

 

Leonard Heymann, Priv.-Doz. Dr. Christian Klinke, Universität Hamburg
Prof. Dr. Nikolai Gaponik, TU Dresden