• Die 1963 gegründete Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung ist eine private Stiftung des bürgerlichen Rechts zur Förderung der Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

  • Seminar im „WE-Heraeus-Hörsaal“ des Physikzentrums Bad Honnef. Die Reihe „WE-Heraeus-Seminare“ ist das Flaggschiff im Förderprogramm der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.

  • Die Stiftung fördert Lehrerfortbildungen zur Teilchenphysik, Quantenphysik oder Astronomie, die z.B. am XLAB in Göttingen durchgeführt werden.

  • Schüler-Observatorium auf dem Dach eines Gymnasiums: An 6 identischen Teleskopen kann eine komplette Klasse Sterne und die Sonne beobachten. Ein Beitrag der Stiftung zum modernen Physikunterricht.

  • Die Stiftung initiiert und finanziert Buchproduktionen zur Verbreitung von Faktenwissen über gesellschaftlich bedeutende Themen (für SchülerInnen) sowie zur Ausbildung von LehrerInnen.

647. WE-Heraeus-Seminar

Next Generation PEM Fuel Cells: Strategic Partnerships for Tackling Multiscale Challenges

 

 

Länder wie China zeigen ein besonderes Interesse am Energieträger Wasserstoff – könnte dies doch die Lösung sein, die Umweltbedingungen vorort entscheidend zu verbessern. Bei der Gewinnung der darin gespeicherten Energie, egal ob durch Verbrennung oder in der Brennstoffzelle, entstehen abgesehen von Wasser keine weiteren Reaktionsprodukte. Außerdem lässt sich Wasserstoff auf vielseitige Weise herstellen: durch Reformierung von Methanol, das Vergären von Biomasse, die Photokatalyse oder klassisch mittels Elektrolyse, um nur einige gängige Verfahren zu nennen. Wird bei der Elektrolyse Strom aus regenerativen Quellen genutzt, leistet Wasserstoff einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Energiewirtschaft.

 

Um das technische und ökonomische Potenzial von Brennstoffzellen zu verbessen, sollte beim 647. WEH-Seminar der Dialog zwischen den Arbeitsgruppen intensiviert werden. Hierzu gelang es den Organisatoren, herausragende Persönlichkeiten für die Kernthemen „Stabilität von Katalysatoren“, „Design von Gasdiffusionselektroden“ und die „Charakterisierung von Membran-Elektroden-Einheiten (MEA)“ zu gewinnen.

 

Am Sonntagabend eröffnete Shanna Knights (Ballard Power Systems) das Seminar. Als Vertreterin der Industrie sprach sie über neue Möglichkeiten für die Kommerzialisierung von Brennstoffzellen. Dabei stellte sie auch die unterschiedlichen Anforderungsprofile für die zukünftige Generation von Brennstoffzellen vor. Dieser Präsentation folgten Beiträge, die sich speziellen Aspekten der Brennstoffzellenforschung widmeten, wie dem Funktionsprinzip platinfreier Katalysatoren, dem Einfluss ionischer Flüssigkeiten auf die Katalysatoraktivität, neuen Konzepten für der MEA-Entwicklung und der korrekten Interpretation von Impedanzdaten. Mit seinem Vortrag über die Auslegung von Brennstoffzellenstapel für die Automobilindustrie schloss Ludwig Jörissen thematisch den Kreis. Bei dieser Aufgabe spielen neben wissenschaftlichen auch ökonomische Fragen eine entscheidende Rolle. Dieser Vortrag bot eine hervorragende Übersicht über die unterschiedlichen Herausforderungen hinsichtlich der Brennstoffzellenentwicklung.

 

Der lockere Programmablauf ließ zudem ausreichend Zeit für intensive Diskussionen zwischen den Teilnehmern und auch das Angebot einer Bootsfahrt auf dem Rhein wurde bei herrlichem Wetter gerne wahrgenommen. Mit dem der Überreichung der Posterpreise fand die gelungene Veranstaltung ihren würdigen Abschluss. Wir bedanken uns, auch im Namen aller Teilnehmer, bei der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung für die großzügige finanzielle sowie ideelle Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Seminars.

 

 

Dr. Roswitha Zeis, Helmholtz-Institut/KIT Ulm

Prof. Aimy Bazylak, U Toronto/CAN

Dr. L. Jörissen, ZWS Ulm