Vorbemerkung
Im Rahmen ihrer Förderung des
wissenschaftlichen Gedankenaustauschs organisiert und finanziert die
Stiftung Seminare und Tagungen und führt sie in eigener Verantwortung,
jedoch in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Wissenschaftlichen
Leitung durch. Die Seminare erhalten die
Bezeichnung "Wilhelm und Else Heraeus-Seminar" (abgekürzt:
"WE-Heraeus-Seminar") mit fortlaufender Nummerierung. Es gelten folgende Einschränkungen ·
aufgrund ihrer Satzung ist es der Stiftung nicht möglich,
lediglich als Sponsor aufzutreten oder Finanzierungslücken zu schließen ·
Serien regelmäßig stattfindender Veranstaltungen können
nicht gefördert werden; allerdings ist es möglich, eine einzelne
Veranstaltung einer etablierten Reihe als "Wilhelm und Else
Heraeus-Seminar" durchzuführen ·
die Seminare finden bis auf gut begründete Ausnahmen im
Physikzentrum Bad Honnef statt ·
wenn ein Seminar nicht im Physikzentrum stattfinden soll,
legt die Geschäftsleitung in Absprache mit der Wissenschaftlichen Leitung
im Einzelfall fest, in welcher Weise sich die Stiftung an der Organisation
beteiligt Grundsätzliches
Ein WE-Heraeus-Seminar soll ein Forum zum wissenschaftlichen
Austausch im kleinen Rahmen bieten, mit überschaubarer Teilnehmerzahl und
reichlich Zeit und Gelegenheit für Diskussion, Reflektion und Vertiefung
des Vorgetragenen im großen wie im kleinen Kreis. Ein weiterer wichtiger
Aspekt ist die Einbeziehung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit diesen
Merkmalen wollen sich WE-Heraeus-Seminare deutlich von wissenschaftlichen
Konferenzen unterscheiden. Diesem Anspruch folgend, sollten die Vorträge
nicht zu kurz angesetzt werden (>30 min), und es sollte stets Zeit für
anschließende Diskussion eingeplant sein. Einführungsvorträge zu Beginn
und vor jedem thematischen Block sollten selbstverständlich sein, ebenso
wie längere Diskussionsrunden danach und/oder zum Abschluss eines
Seminars. – Postersitzungen sind ein bewährtes Mittel,
Nachwuchswissenschaftler einzubinden. Sie sollten mit Postervorstellungen
in Kurzvorträgen eingeleitet und durch die Aussetzung von „Best Poster
Awards“ zusätzlich attraktiv gemacht werden. Die typische Teilnehmerzahl eines WE-Heraeus-Seminars im
Physikzentrum Bad Honnef liegt bei 65 Personen (Redner + Hörer). Die
Stiftung empfiehlt, die Zahl 75 nicht zu überschreiten.
Antragstellung
Anträge an die Stiftung auf
Durchführung eines Seminars werden vom Wissenschaftlichen Beirat der
Stiftung begutachtet und vom Vorstand bewilligt. Zu diesem Zweck treffen
sich die Stiftungsgremien zweimal im Jahr, üblicherweise Ende April und
Ende September. Anträge müssen spätestens ca. fünf Wochen vor diesen
Terminen bei der Geschäftsstelle der Stiftung eingehen. Die aktuelle
Deadline wird ausreichend lange vorher auf der Homepage der Stiftung
sowie im Physik Journal bekannt gegeben. Die Anträge sind an keine
bestimmte Form gebunden. Erwartet wird ein Umfang
von mindestens 5, höchstens aber 10 Seiten. Folgende Angaben sollten
in jedem Fall enthalten sein: 1) Allgemeine Angaben ·
Titel der Veranstaltung ·
Tagungsort (vorzugsweise Physikzentrum Bad Honnef) ·
Termin/Dauer (nach Ihrer Wahl, Hinweise für Physikzentrum s.
unten) ·
Name und Anschrift des/der wiss. Leiter/innen ·
kurzes Curriculum vitae des/der wiss. Leiters/Leiterin ·
ungefähre Teilnehmerzahl (= Redner + Hörer) ·
Seminarsprache 2) Begründung (dieser
Abschnitt sollte den Schwerpunkt eines Antrags bilden; Minimum 2 - 3
Seiten) ·
Wissenschaftlicher Hintergrund ·
Ziele des Seminars und Adressaten 3) Geplanter Ablauf /
Vortragsprogramm ·
Vorläufige Liste der "Eingeladenen Redner" ·
Weitere Teilnehmer (Zahl, Ausbildungsstand) ·
Beteiligung der weiteren Teilnehmer ·
Programmstruktur der Seminartage (möglichst Stundenplan) 4) Erklärung, Unterschrift/en ·
Angaben darüber, ob für die Veranstaltung bei einer anderen
Institution ein Antrag auf Förderung gestellt wurde. ·
Unterschrift/en der/des Antragsteller/s Terminfestlegung für Seminare im Physikzentrum Bad
Honnef
Für Seminare im Physikzentrum Bad Honnef sollte ein Antragsteller schon
zu Beginn aller Planungen Kontakt mit dem Wissenschaftlichen Sekretär des
Physikzentrums, Herrn Dr. Victor Gomer, aufnehmen und eine Reservierung
vornehmen (Tel.: 02224-9010113). Eine Reservierung bleibt bis zur
Entscheidung über den Antrag aufrecht erhalten. Kostenermittlung
Der Kostenrahmen eines
WE-Heraeus-Seminars wird von der Geschäftsführung der Stiftung ermittelt
und vom Stiftungsvorstand festgelegt. Für Seminare, die im Physikzentrum
Bad Honnef stattfinden, übernimmt die Stiftung die Kosten für Unterkunft
und Verpflegung aller Teilnehmer. Vortragshonorare werden grundsätzlich nicht gezahlt. Eingeladene Redner u.
Wissenschaftliche Organisatoren erhalten darüber hinaus Zuschüsse zu den
Reisekosten (Anreise aus Deutschland: bis zu 250 €; aus Europa: bis zu
500 €; aus ROW/Übersee: bis zu 1000 €). Hinweis:
Die Reisekosten-Zuschüsse sollen nur in Anspruch genommen werden, wenn
keine anderweitige Finanzierung der Reise möglich ist. Organisatorischer Ablauf
·
Programm/Inhalt:
Der Wissenschaftliche Leiter stellt das Seminarprogramm zusammen und
führt die Gespräche mit seinen "Eingeladenen Rednern" und
benennt sie nach deren Zusage der Stiftung. Über eventuelle Absprachen
oder Zusagen einer finanziellen Unterstützung ist die Stiftung zu
informieren. ·
Seminarstruktur:
Die Anzahl der Vorträge zu bestimmen ist dem Wissenschaftlichen Leiter
überlassen. Sie sollte jedoch so gewählt werden, dass nach jedem
Vortrag ausreichend Zeit für Diskussion zur Verfügung steht. Neben
den Vorträgen können auch Kurzbeiträge und/oder Poster sowie z. B.
"Round Table Diskussionen" eingeplant werden. Die Stiftung
empfiehlt, zu Beginn eines Seminars das Thema, seinen wissenschaftlichen
Hintergrund und die Motivation für das Treffen ausführlich im Rahmen
eines Einführungsvortrages darzustellen (siehe auch oben,
"Grundsätzliches"). Die Entscheidung des Stiftungsvorstands
über den Antrag wird dem Antragsteller von der Geschäftsstelle
mitgeteilt. Nach der Bewilligung des Seminars wird der Antragsteller
gebeten, Kontakt mit der Geschäftsstelle der Stiftung aufzunehmen, um das
weitere Vorgehen abzusprechen. Besonders wichtig ist die Abstimmung über
die Termine für die einzelnen Organisationsschritte. ·
Ankündigung:
In der Regel kündigt der Wissenschaftliche Leiter das Seminar im
Internet an. Vor Freischaltung der Seite ist die Stiftung zu
informieren. Danach fügt die Stiftung einen Link auf diese Web-Site
sowie eine Kontakt-E-mail-Adresse in den "Terminkalender" ihrer
eigenen Homepage ein. Die Ankündigung hat zum Ziel, ein möglichst
breites Publikum für das Seminar zu interessieren. Dabei ist es ein
Anliegen der Stiftung, mit den Seminaren insbesondere auch den wissenschaftlichen
Nachwuchs zu erreichen. Über die Annahme einer Bewerbung um Teilnahme
entscheidet der Wiss. Organisator. ·
Mitwirkung
der Stiftung:
Sofern nichts anderes vereinbart, übernimmt die Wilhelm und Else
Heraeus-Stiftung die allgemeine Organisation des Seminars, d.h. die
offizielle Einladung und Information aller Teilnehmer, die Erstellung und
den Druck des Programmheftes (mit Programmablauf, Abstracts und
Teilnehmerliste), das Tagungsbüro, die Absprachen mit dem Tagungszentrum
und die finanzielle Abwicklung mit den Teilnehmern am Tagungsort. Dies
gilt in aller Regel nur für Seminare im Physikzentrum Bad Honnef. In der Regel geht das erste offizielle Einladungsschreiben an
die Referenten und die weiteren Teilnehmer frühzeitig vor Seminarbeginn
heraus. Grundlage dafür sind die vom Wissenschaftlichen Leiter an die
Geschäftsstelle gemeldeten Anschriften und Informationen. Im Einladungsschreiben an die Referenten werden diese
gebeten, mit der Anmeldung eine Kurzfassung ihres Vortrags einzureichen
(maximal eine DIN A4-Seite) und den endgültigen Titel ihres Vortrags zu
nennen. Ferner sollte auf dem Anmeldeformular vermerkt werden, ob und ggf.
in welcher Höhe Reisekosten beantragt werden. Bericht
Die Stiftung ist verpflichtet,
über ihre Aktivitäten öffentlich zu informieren. Ihr Publikationsorgan
ist die Zeitschrift "Physik Journal". Die Berichte werden in
deutscher Sprache publiziert. Die Wissenschaftliche Leitung wird gebeten,
möglichst bald nach dem Seminar, spätestens aber nach vier Wochen einen
Bericht über den Seminarverlauf und die wissenschaftlichen Ergebnisse bei
der Stiftung einzureichen. Bitte per E-mail an: dreisigacker@we-heraeus-stiftung.de vorzugsweise WORD, aber auch rtf,
pdf, ps. Bitte kein TEX/LATEX!). Die Stiftung leitet das Manuskript an die
Redaktion des Physik Journals weiter. Entsprechend den redaktionellen
Richtlinien des Physik Journals ist die Länge eines Berichts auf max.
2500 Zeichen begrenzt, Leerzeichen eingeschlossen.
Muster / Vorlagen
Muster von Programm&Abstract-Heften können jederzeit bei der
Stiftung angefordert werden. E-mail: lang@we-heraeus-stiftung.de |