WE-Heraeus-Seminare

„Naturwissenschaft beruht auf Experimenten, sie gelangt zu ihren Ergebnissen durch die Gespräche der Tätigen, die miteinander über die Deutung der Experimente beraten.“
(Werner Heisenberg)

Die Organisation wissenschaftlicher Seminare ist die älteste und prominenteste Förderaktivität der Stiftung. Das Programm existiert seit 1975 und hat bisher über 40.000 Teilnehmer zusammengeführt, rund 40 Prozent davon aus dem Ausland.

Die Seminarthemen überdecken alle Bereiche der modernen Physik einschließlich ihrer Grenzgebiete. WE-Heraeus-Seminare haben die jeweilige Forschungsfront eines Fachgebietes zum Gegenstand und sind international ausgerichtet. Nach Vorträgen findet stets eine ausführliche Diskussion statt.

Markenzeichen der Workshop-artigen Treffen sind eine ungezwungene Atmosphäre und viel Raum für persönliche Kontakte. Mit diesen Merkmalen unterscheiden sich WE-Heraeus-Seminare deutlich von wissenschaftlichen Konferenzen.

Tagungsort ist in der Regel das Physikzentrum Bad Honnef, die durchschnittliche Teilnehmerzahl liegt bei 65, die typische Dauer bei drei Tagen. Über die Seminare wird regelmäßig im „Physik Journal“, der Mitgliederzeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), berichtet.

WE-Heraeus-Seminare werden von einem oder mehreren Wissenschaftlern/innen nach von der Stiftung vorgegebenen Richtlinien beantragt. Nach Begutachtung und Empfehlung durch den Wissenschaftlichen Beirat entscheidet der Stiftungsvorstand über die Genehmigung. Durchgeführt werden die Seminare von der Stiftung in enger Zusammenarbeit mit dem/der Antragsteller/in (d.h. der wissenschaftlichen Leitung).

Die Wissenschaftliche Leitung benennt Redner und Hörer. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Einbeziehung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ferner bittet die Stiftung darum, möglichst viele Frauen als Rednerinnen oder Hörerinnen zu berücksichtigen – angestrebt ist eine Quote von mindestens 20%.