Elektrische Stromkreise in Schule und Alltag

WE-Heraeus-Arbeitstreffen für Lehramtsstudierende, Studienreferendare und Lehrkräfte

Bericht

22 Nov - 25 Nov 2021

Where:

Physikzentrum Bad Honnef

Scientific organizers:

Jun.-Prof. Dr. Jan-Philipp Burde, U Tübingen • Prof. Dr. Thomas Wilhelm, U Frankfurt
 

Kaum eine Entdeckung hat unser heutiges Leben so nachhaltig geprägt wie die Entdeckung der Elektrizität. Gleichzeitig stellt das Verständnis von einfachen Stromkreisen für viele Schülerinnen und Schüler eine der größten Herausforderungen des Physikunterrichts der Sekundarstufe I dar. Trotz oftmals intensiver unterrichtlicher Bemühungen seitens der Lehrkräfte hat sich der Physikunterricht hier als ineffektiv erwiesen. Erschwerend kommt hinzu, dass der klassische Physikunterricht mit seiner Fokussierung auf die Fachsystematik oftmals dazu beiträgt, dass insbesondere Schülerinnen ihr Interesse an der Physik verlieren. Eine Möglichkeit, die Elektrizitätslehre für Jungen und Mädchen attraktiver zu gestalten, besteht darin, die Unterrichtsinhalte in Kontexte aus dem Erfahrungs- und Interessensbereich der Schülerinnen und Schüler einzubetten. Neuere didaktische Erkenntnisse zu lernwirksamen Unterrichtsansätzen haben ihren Weg jedoch bisher kaum in Schulbücher und Unterrichtsmaterialien gefunden. Neue relevante Kontexte sind die weltweite Energieversorgung, erneuerbare Energie, elektrische Netze, Energiespeichersystemtechnik und die Folgen einer zunehmenden Integration erneuerbarer Energien. In der Folge des Klimawandels und der nötigen CO2-Einsparung werden das Themen sein, die uns alle in Zukunft mehr betreffen.

Vor diesem Hintergrund sollen in der Veranstaltung didaktische und fachliche Anregungen zu einer zeitgemäßen Gestaltung des Elektrizitätslehreunterrichts gegeben werden, wobei neben didaktischen Know-How auch Hintergrundwissen zur Energiewende und den damit verbundenen technischen Herausforderungen z.B. in Hinblick auf das Management von Energieübertragungsnetzen vermittelt werden soll. Die Veranstaltung wendet sich an Studierende, Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst und erfahrene Lehrkräfte.


Die Veranstaltungssprache ist Deutsch. Die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung trägt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung aller Teilnehmer.