Foundations and New Methods of Theoretical Physics 2018

WE-Heraeus Summer School for Graduate Students

Bericht

03 Sep - 14 Sep 2018

Where:

Hotel Hochspessart - Heigenbrücken

Scientific organizers:

Prof. O. Lechtenfeld, U Hannover • Prof. A. Hebecker, U Heidelberg • Prof. I. Sachs, LMU München • Prof. S. Theisen, AEI Potsdam

Bericht

Vom 10. bis 21. September 2018 fand in Heigenbrücken (im Spessart) die 24. Auflage der Doktorandenschule statt, welche bis 2001 in Saalburg (Thüringen) beheimatet war. Es kamen 29 Studentinnen und Studenten aus 22 Institutionen zusammen, um ihre Ausbildung im Hinblick auf eine Postdoktoranden-Phase zu verbreitern in den Gebieten Quantenfeldtheorie, Teilchenphysik und Gravitation. Ziel der Schule ist das Heranführen an neue Methoden, Techniken und mathematische Hilfsmittel, die wegen der starken Vernetzung der modernen theoretischen Physik für eine akademische Karriere nutzbringend sind.

Geboten wurden fünf Kurse über „p-form gauge theories in physics“ (Gia Dvali, LMU und MPI für Physik, München), „Phase transitions in the early universe“ (Mark Hindmarsh, University of Sussex, Brighton), „Dualities in 2+1 dimensions and beyond“ (Andreas Karch, University of Washington, Seattle), „Anomalies in quantum field theory“ (Stefan Theisen, MPI für Gravitationsphysik, Potsdam) und „Localization and holography“ (Konstantin Zarembo, Nordita, Stockholm).

Die üblichen vormittäglichen Vorlesungen wurden nachmittags ergänzt durch vierstündige Übungen, in denen unter Betreuung eines Dozenten in Kleingruppen eine Reihe von Aufgaben zu bearbeiten und anschließend zu diskutieren war. Die Doktorandinnen und Doktoranden arbeiteten mit hoher Motivation und großem Einsatz an den Übungen und mussten häufig mit sanfter Gewalt zum Abendessen geholt werden. Lange Mittagspausen (mit Zugang zu einem Naturschwimmbad) und ein gelegentliches Abendprogramm (Kegeln, Star Gazing, Tanzschule) erlaubten die notwendige Entspannung zwischendurch. Traditionell (bei seltenen Ausnahmen) wird an der Tafel vorgetragen, und gelegentlich finden sich Freiwillige, die anschließend aus ihren Aufzeichnungen mit Unterstützung des Dozenten ein LaTeX-Skript einer Vorlesung erstellen, welches man dann später auf den Webseiten der Schule finden kann. In diesem Jahr wird dies für vier der fünf Vorlesungsreihen der Fall sein.

Wie erstmalig 2015 fanden zunächst drei Kurse an sechs Tagen statt, der Sonntag war frei, danach wurden zwei Kurse an fünf Tagen durchgeführt. Der thematische Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf „Quantenfeldtheorie", was zu unerwarteten Synergieeffekten zwischen den Vorlesungen führte. Aus 70 Bewerbern wurden 33 ausgewählt, von denen letztlich vier absagten. Etwa zwei Drittel der Teilnehmer waren nicht deutschsprachig, etwa die Hälfte (15) kamen aus dem Ausland, u.a. aus Brasilien, Israel und den USA. Der enge Kontakt zu den Dozenten und die informelle Atmosphäre eines abgeschiedenen Hotels tragen mit bei zum Erfolg der Schule, der sich auch in diesem Jahr wieder in einer sehr positiven studentischen Evaluation zeigte. Die elf Arbeitstage wurden durch einen Exkursionstag unterbrochen, der für einen Besuch des lokalen Klettergartens und der nahen Städte Aschaffenburg und Frankfurt genutzt wurde.

Die wichtigste Änderung war die erstmalige Nutzung des neuen Standorts, des Hotels „Hochspessart“ in Heigenbrücken im Spessart, welcher eine 15-jährige Periode in Woltersdorf beendete. Die erhofften Infrastrukturverbesserungen sind voll und ganz eingetroffen: ein größerer, hellerer und akustisch besserer Hörsaal mit wesentlich mehr Tafelfläche, gute Bahn- und Internet-Anbindung bei erneut reizvoller Natur-Umgebung.

Wir danken der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung für ihre großzügige Förderung der Sommerschule. Weitere Informationen zu der Sommerschule, einschließlich aller bisherigen Auflagen, lecture notes und Teilnehmer-Fotos finden sich unter https://saalburg.aei.mpg.de/.

Prof. Dr. Laura Covi, Universität Göttingen
Prof. Dr. Arthur Hebecker, Universität Heidelberg
Prof. Dr. Olaf Lechtenfeld, Universität Hannover
Prof. Dr. Ivo Sachs, LMU München
Prof. Dr. Stefan Theisen, Albert-Einstein-Institut Potsdam