Nuclear Physics in Astrophysics

WE-Heraeus Summer School

Bericht

10 Sep - 14 Sep 2019

Where:

Max Planck Institute for Nuclear Physics, Heidelberg

Scientific organizers:

Prof. Dr. Klaus Blaum, Max Planck Institute for Nuclear Physics, Heidelberg, Germany • Prof. Dr. René Reifarth, Goethe University, Frankfurt, Germany

Bericht

Wie sind die Elemente im Universum entstanden? Warum ist Eisen häufiger als Gold? An diesen zentralen wissenschaftlichen Fragen der Nuklearen Astrophysik arbeiten Kern- und Astrophysiker sowie Astronomen gleichermaßen eng zusammen. Dieses hochaktuelle Forschungsgebiet erfährt durch neue astronomische Beobachtungsdaten sowie neue terrestrische Forschungseinrichtungen zurzeit einen enormen Aufschwung. In einigen Jahren wird an der GSI Darmstadt mit der Facility for Antiproton and Ion Research FAIR eine internationale Großforschungsanlage fertiggestellt, die dazu dient, die Entstehung der Elemente im Universum zu erforschen. Diese Entstehung zu verstehen setzt neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Grenzgebiet zwischen Kernphysik und Astrophysik voraus.

Mit dem Ziel, 50 Studierende aus 13 Nationen in den verschiedenen, komplexen aber miteinander stark verknüpften Spezialgebieten der modernen Nuklearen Astrophysik fortzubilden und auf zukünftige theoretische und experimentelle Herausforderungen vorzubereiten, fand vom 10. – 14.09.2019 am Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg eine WE-Heraeus-Sommerschule statt. Die sechs international renommierten Dozenten waren Nobert Christlieb (Heidelberg), Matthias Hanauske (Frankfurt), Anu Kankainen (Jväskylä, Finnland), Amanda Karakas (Monash University, Australia), Takashi Nakamura (Tokyo Institute of Technology, Japan) und Georg Rugel (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf). Ihre didaktisch exzellent aufgebauten und hervorragend vorgetragenen Vorlesungen zu Themen wie „Galaktische Archäologie“, „Verschmelzende Neutronensterne“ und „Präzisionsmessung von Kerneigenschaften“ wurden von den Studenten begeistert aufgenommen und diskutiert. Zwölf studentische Vorträge, zwei Postersitzungen, Laborführungen sowie ein Abendvortrag von Werner Hofmann mit dem Titel „Der Himmel über Namibia in einem neuen Licht: Astronomie mit Gammastrahlen“ rundeten das tolle Programm der Sommerschule ab. 

Das gemeinsame Interesse an dieser Art von Physik, das besondere Ambiente am MPIK und die effektive organisatorische Hilfe und großzügige Unterstützung durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung haben zum Erfolg dieses Treffens beigetragen.

Prof. Dr. Klaus Blaum, MPIK Heidelberg
Prof. Dr. René Reifarth, Universität Frankfurt